2016 war mit einem Wort…

… zäh…

Sylvester und Neujahr sind traditionell die Zeit der allgemeinen und persönlichen Rückschau. Bei einer Radiosendung wurde eine Zusammenfassung in etwa so formuliert: „2016 war wie die humorlose Verfilmung eines dystopischen Romans…“ Ganz so schlimm war mein Jahr 2016 sicherlich nicht. Aber ich hatte schon bessere Jahre, schlimmere aber auch… 2016 empfand ich als irgendwie anstrengend, zäh, schlauchend, unbefriedigend. Das natürlich auch nicht immer, es gab auch gutes. Beansprucht haben mich eine neue schulische Aufgabe seit Februar 2016 (häufigster Gedanke des Jahres: „was habe ich mir da nur eingebrockt…“), ein erhöhter Handwerkerbedarf seit Ende Juni bis Ende Dezember (und die damit verbundenen Umstände, Termine, rumstehenden Gegenstände – ich bin nun wirklich nicht der ordentlichste Mensch, aber so unordentlich war meine Wohnung noch nie), eine Alkoholikerin als Nachbarin, Sorgen um die Familie, Stagnation in einem Lebensbereich, die Wichtigkeit für einen fürsorglicheren Umgang mit meiner Gesundheit. Als Highlights leuchteten auf: mein Urlaub in Berlin in den Osterferien, mein Urlaub  auf Amrum in den Sommerferien, wieder häufiger auf schönen Konzerten gewesen, gemeinsame Abendessen mit guten Gesprächen, bestimmte Kontakte zu netten Menschen, der wiederhergestellte Kontakt zu einer ehemaligen Mitbewohnerin (und das verlängerte Wochenende bei ihr in den Herbstferien), die Thai-Fußmassage (Supergeburtstagsgeschenk von mir an mich), mein neues iPad (noch ein Supergeburtstagsgeschenk von mir an mich) und was ich damit alles machen kann, die neu eröffnete Kneipe in der Nähe mit einer köstlichen Auswahl an Gin Tonics welche auch ein angenehmer Ort war zum Verweilen, das tägliche Spüren von „ja, genau hier möchte ich auch weiterhin wohnen und leben“, …

Vorsätze zum neuen Jahr sind ja so eine Sache, aber an einige Veränderungen muss ich konsequent ran. Oder um es mit Voltaire zu sagen: „Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein.“

Das bedeutet unter anderem…

Weniger davon:

Körpergewicht – der mütterliche Charme sprach zu mir „Du gehst auf wie ein Hefekloß“

Trägheit – da könnte ich mehr zu schreiben, bin aber zu faul dazu…

Unordnung – boah ey, bin ich froh, dass der letzte Handwerker mit der letzten Tätigkeit am 30.12 da war und ich nun endlich alles in die dafür vorgesehenen Räume zurück stellen kann

Überflüssige Anschaffungen – Mann-oh-Mann, ich besitze ganz schön viele Sachen, manche davon haben schon längst das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, manche mag ich nicht mehr so dolle (mochte ich sie jemals?) oder sie passen nicht mehr (siehe „Hefekloß“…), zu manchen bin ich noch nicht gekommen oder es hätte gereicht sie zu leihen, von manchen war ich überrascht sie zu sehen, manche reichen als Vorrat vermutlich bis zur Rente, manche …

Aufschieberitis – da schreibe ich morgen was zu oder übermorgen, vielleicht auch erst nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr… oh je, der Stapel unerledigte Arbeit ist ja groß geworden, dass schaffe ich doch nie…

Unklarheit / Unsicherheit – Ich möchte mich bezüglich dieser neuen schulischen Aufgabe nicht mehr so „schwammig“ fühlen.

Einigeln – ich hatte in meiner Freizeit nicht so häufig Lust auf Menschen, dabei sollen sie angeblich ganz nett sein…

Mehr davon:

Wasser – Ich trinke zu wenig, regelmäßig etwa einen Liter täglich zu wenig, vor allem während der Schulwoche. Auf Pinterest (ein ganzganzschlimmer Zeiträuber…) habe ich ein Getränkeprotokoll gefunden, dass ich jetzt nutze.

Obst – für einen gesunden Start in den Tag als erstes Frühstück

Gesunde Mahlzeiten – zu vernünftigen Uhrzeiten, da muss ich aktiv gegensteuern zu den Gewohnheiten die sich eingeschlichen haben

Bewegung – vermehrt in den Alltag einbauen, Beweglichkeit erhalten oder wieder erweitern, Radfahren und Schwimmen, doch mal probehalber in die Muckibude reinschnuppern, und vor allem

Spaziergänge – täglich, also Bewegung in Kombination mit Frischluft und optimalerweise Sonnenschein, Potential zum Nachdenken und für Entdeckungen (s.u.); an Sylvester war ich 1 Stunde unterwegs, Neujahr 1,5 Stunden, gestern 2 Stunden (aber verbunden mit Besorgungen), heute 1 Stunde (wegen Nieselregen die halbe Zeit in Geschäften spazieren gegangen)

Lesen – beim Aufräumen am 30.12 (endlich kein Handwerkerbedarf mehr…) fand ich 12 Romane die ich noch nicht (oder noch nicht zu Ende) gelesen habe, passt also zu etwa jeden Monat einen Roman lesen und vorher keine neuen kaufen dürfen (außer von Walter Moers, falls endlich mal wieder ein neuer Zamonien-Roman erscheint), Begehrlichkeiten kommen erstmal auf die Wunschliste. Gleiches gilt für Hörbücher, da fand ich auch 12 bislang ungehörte. Hörbücher sind prima, ich leihe viele in der Bücherei aus, heute beendet „Der dritte Mann“, heute begonnen „das Buch vom Meer“. Zusätzlich zu den 12 Romanen möchte ich 6 Bücher (zu Ende) lesen, die ich als Kneipenbücher bezeichne, auch wenn diese nicht zwangsläufig in einer Kneipe gelesen werden müssen. Aber diese Bücher sind besonders handlich und können problemlos häppchenweise gelesen werden. Meine letzte Kneipenbegleitung war zum Beispiel Bov Bjerg: Die Modernisierung meiner Mutter. Außerdem möchte ich 6 Sachbücher (zu Ende) lesen, hierbei durfte ich mir zu 3 bereits vorhandenen am 30.12 noch 3 dazu kaufen, ich finde meine Neuanschaffungen allesamt super. Fachbücher lesen: Gäbe es ein Buch „Diese neue schulische Aufgabe klar und kompetent lösen – kompakt dargestellt für Dummies“ ich würde es sofort kaufen und begierig verschlingen. Gibt es aber nicht und so quäle ich mich durch Verordnungen und begebe mich auf die Suche nach hilfreichen Quellen. Ein realistisches Vorhaben wäre es, wenn ich die Zeitschriften für Unterstützte Kommunikation komplett durchlese. Und ich werde die Materialien der Fortbildungsreihe durcharbeiten, die ich dieses Schuljahr gebucht habe. Daneben lese ich Bücher, die der unmittelbaren Unterrichtsvorbereitung dienen. Weil ein Schüler fragte „Machen wir auch mal was mit Politik?“, ist nächstes Halbjahr das Thema „Ämter und Rechte“ dran (hatte ich sowieso dann vor oder direkt nach den Sommerferien). Kürzlich gekauft und ich bin gespannt, wie gut es für den Unterricht geeignet ist: „Nachgefragt: Politik. Basiswissen zum Mitreden“

Kreativ sein – da liegen noch 5 Kits von Supercraft rum…

Entdeckungen – die neueröffnete Gin Tonic – Kneipe führte dazu, dass ich eine Gin-Degustation besucht habe, eine neue Erfahrung. Ihr kennt sicherlich diese Bücher „111 Orte, die man in XY  besucht haben sollte“. Bei den letzten beiden Spaziergängen kam mir die Idee, Orte (Lokale, Geschäfte,…) meines Wohnortes aufzuschreiben, bis ich 111 zusammen habe (ergänzt um Ausflugsziele die innerhalb einer Stunde mit dem Rad zu erreichen sind). Und dann erprobe ich ein paar davon, am liebsten mit ausgewählten netten Menschen zusammen

Entrümpeln und Ordnung – in der Küche beginnend, auch wenn es das Arbeitszimmer und das Wohnzimmer es dringender bräuchten. Das Arbeitszimmer braucht neue stabilere Regale, das Wohnzimmer eine Erweiterung des CD-Regals, will ich in den Osterferien besorgen

Sparen – Wunschliste statt Sofortkäufe, außerdem auf Pinterest gefunden: ein Sparvorschlag, bei dem man die 1. Kalenderwoche 1€, die 2. Woche 2€, …, die 52. Woche 52€ spart, das ergibt dann 1378€  für die Urlaubskasse 2018

Byte FM – absolut empfehlenswertes Internetradio, ich habe vor, Freundin zu werden

Klarheit und Kompetenz – das schulische Thema

Schön gestalteter Urlaub – in Planung: Wien möglichst in den Osterferien, in den Sommerferien gerne Inselurlaub auf evtl. Usedom

„Zusammen ist man weniger allein“ – ich könnte z.B. meine 111 Orte an ausgewählte Freundinnen schicken, zusammen mit der Frage „Wo wollen wir gemeinsam mal hin?“

Wie viel mehr ich in diesem Jahr bloggen werde, weiß ich noch nicht. Aber für hier und jetzt war es schonmal gut, die Seite wieder geöffnet zu haben…

Arbeitspensum

Es wird Zeit, das Arbeitspensum …ja was eigentlich?: zu reduzieren, effizienter zu gestalten,… an die eigenen Kraftreserven anzupassen…? Oha, also vermutlich eher: mit den eigenen Kraftreserven hauszuhalten, sie aufzufüllen…

Eigentlich wollte ich einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Arbeitspensum und der Anzahl von (Mini-) Notizzetteln mit „To-dos“. Denn gefühlt ist es grad wieder eine Notizzettellandschaft und welchen Wegen sollte ich am dringensten folgen, weil es nie weniger werden.

Dabei würde es sich vermutlich besser anfühlen, wieder mal zu bemerken, was wir schon geschafft haben, welches Arbeitspensum also schon erledigt ist.

Mein Körper sind hochtrabende Gedanken schnurzegal. Er plädiert zum ins Bett gehen und in einer Zeitschrift nach Weihnachtsgebäck blättern.

Gute Idee! Und: Gute Nacht!

Pausenende

Ich habe gaaanz schön lange pausiert bezüglich neuer Blogeinträge. Das hatte keinen bestimmten Grund sondern hat sich einfach so ergeben.
Nun ist Herbstferienrest. Die letzten Tage habe ich in Rocky Beach verbracht mit drei stets jugendlichen jungen Männern und nur am Rande was für die Schule vorbereitet. Zum Beispiel meine Yoga-Fortbildungsunterlagen gesichtet und Übungen für die Yoga-AG ausgewählt. Oder Rezepte für den Kochunterricht durchblättert und ausprobiert, heute Zitrus-Buttermilchkuchen. Oder bin die KommUKart-Gebärdenkarten durchgegangen. Und war in diversen Schulbuchzentren zum stöbern und habe mein Mathe-Material ergänzt.
Jetzt gehts wieder los mit der hoffentlich effizienten Unterrichtsvorbereitung. Also erstmal den Kalender zu Rate ziehen, wann wir schon terminlich festgelegt sind und was darüber hinaus realisierbar ist. Und dann Schwerpunkte setzen. Und leiderleider den organisatorischen Kleckerkram erledigen, der sich mal wieder angesammelt hat (Feste, Klassenkasse, Papiere, Klassenfahrt -muss immer früh auf den Weg gebracht werden…-, Beratungsbroschüren, Termine, Zielgutscheine,…). Es gibt für den Unterricht auch noch ein bisschen was zu tun:
– Zusammenhänge zwischen +/- und x/: Aufgaben sichern, darauf aufbauend Zahlenraum erweitern, Malfolgen einführen oder erweitern, – und : Aufgaben vertiefen…
– Berufsorientierung fortführen und Betriebsbesichtigungen vorbereiten
– Sexualpädagogik auffrischen und weitere Gesundheitsthemen
– für den Weihnachtsbasar produzieren (etwa die Hälfte haben wir schon, yeah)
– UK-Spiele basteln
– …
Gut, dass ich mich zwischendurch mit Kuchen stärken kann 😉

Tipps aus dem Einkaufsradio

Anlässlich des Valentinstages weiß das Einkaufsradio im Supermarkt zu berichten, dass der Flirtfaktor an diesem Tag besonders hoch sei. Dies entlockt mir nur ein milde ironisches Lächeln und läßt mich endlich mal den tu´s doch!-Tipp 106 aufschreiben: „Begehen Sie den Hochzeits- oder Jahrestag dieses Mal auf ganz besondere Weise.“ Und wenn man/frau schon viel zu laaaaange Single ist…???
Dann widmet man/frau sich eben allein irgendwelcher Wellness-Aktivitäten und kauft sich selber besondere Schokolade im Supermarkt.
Eine arbeitsreiche Etappe liegt hinter mir, die nächste arbeitsreiche Etappe vor mir. Aber dafür waren die letzten beiden Wochenenden hauptsächlich entspannend.

Kleine Reflexionen übers Wasser trinken

Ich war fast immer konsequent und habe Wasser und Tee getrunken, so dass ca. 25 € in die Urlaubstaschengeldkasse geflossen sind. Ausnahmen habe ich gemacht, wenn ich unterwegs war. Toller Nebeneffekt nach ca. 2 Wochen: ich hatte total Lust auf Fruchtgeschmack, den ich mir mittels Obst essen zugeführt habe und nicht wie sonst als Saftschorle. Ich durchschaue mich noch besser, wann ich meine, dass Wasser als Getränk nicht reicht (manches Essen vor allem Junkfood, Belohnungs/Stressverhalten zum Feierabend). In der Schule versuche ich im Laufe des Vormittags eine 0,5 Liter-Flasche zu trinken, was leider nicht immer gelingt.
Ich werde im kommenden Monat weitestgehend bei Wasser und Tee bleiben, aber mir zusätzlich zu Ausgeh-Ausnahmen am Wochenende Saftschorle u.ä. auch zu Hause erlauben.
Das Gesundheits-Vorhaben für Februar: 1x wöchentlich ausprobieren zu welchem Yoga-Kurs ich ab März regelmäßig gehe und zu Hause täglich zu zwei Liedern Yogaübungen machen.

Nachwuchs

Ich bin schon ganz aufgeregt, denn ich erwarte Nachwuchs. Hoffentlich werde ich der Verantwortung gerecht und hoffentlich verstehen wir uns gut. Übernächste Woche ist sie da. Als ich ihr vor zwei Wochen erstmals begegnete, wirkte sie sympatisch auf mich. Denn es wird eine „sie“, meine erste Referendarin!

Schreibblockade

Ironischerweise streikte mein PC, nachdem ich die Überschrift getippt habe und wollte mich zunächst keinen Text tippen lassen…
Eigentlich wollte ich so beginnen:
Mein Körper hat sich gestern und heute geweigert, so früh aufzustehen, dass ich mein vorgenommenes Arbeitspensum geschafft hätte. Die Förderpläne stehen an. Und manchmal gelingt der Flow beim Schreiben und manchmal stellt er sich (noch) nicht ein. Dann ist es eine Fleißarbeit. Hoffentlich habe ich in der kommenden Woche mehr Flow, denn es stehen noch ein paar andere Dinge an…