Buchempfehlungen

Ich bin auf der Suche nach neuem Lesefutter und freue mich über Empfehlungen von euch! (vgl. Tipp 068)

Während meines Wochenendes woanders habe ich „Hector fängt ein neues Leben an“ zuende gelesen. Die ersten Hector-Bücher haben mir persönlich besser gefallen. Vielleicht weil ich mit der Maßnahme gegen eine Midlifecrisis „Seitensprungaffäre und ansonsten danach weitermachen wie bisher“ nicht so viel anfangen kann. Vielleicht weil ich heute melancholisch gestimmt bin, weil ein Wochenende woanders nun auch keine tiefergehende oder längerfristige Änderungen dessen darstellt, was im eigenen Alltag unbefriedigend ist.

Ich war jedenfalls „woanders“ in drei verschiedenen Buchhandlungen, da absehbar war, dass ich mit Hector bald fertig sein würde und habe nichts gefunden, was mich gereizt hätte. Vielleicht weil ich zum einen hoffte, ein Exemplar von „Die Landkarte des Himmels“ zu finden, ich habe es aber leider nicht gefunden. „Die Landkarte der Zeit“ habe ich letzten Monat beendet und es hat mir sehr gut gefallen. Und zum anderen habe ich mir bei den Neuerscheinungen „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ schon als Hörbuch gekauft (ich sage nur: Katharina Thalbach als Vorleserin). Der „Hundertjährige …“ hat mir als Buch sehr gut gefallen. Ein angebrochenes Buch liegt noch bei mir rum: „Garou“, dass ich ebenso wie ich es bei „Glennkill“ (das mir besser gefallen hat) getan habe, nach dem Lesen meiner Tante schenken werde, weil sie tatsächlich selber Schafe hat.

Vor einigen Jahren habe ich zeitgleich mit einer alten Schulfreundin „Der Steppenwolf“ gelesen, weil wir uns zu einer Theateraufführung verabredet hatten. Das war wie Deutsch-Leistungskurs, bloß toller weil ohne das nervige Zerreden eines Buches inklusive Aufsatz darüber schreiben müssen.

Trotz meiner momentanen melancholischen Stimmung war mein Wochenende woanders durchaus auch schön, besonders ein Spaziergang am Wasser im Sonnenschein und das anschließende Aufwärmen in einem Cafe mit Buch, Kuchen und warmen Kakao.

Aber ich weiß, dass was Wichtiges fehlt…

Bevor ich zum nächsten tu´s doch!-Tipp komme noch ein melancholischer Filmtipp: „The Lunchbox“. Irfan Khan ist ein toller Schauspieler und Filme aus Indien können auch melancholisch sein und außerdem finde ich das Ende des Films ganz toll (und melancholisch).

Tipp 069: „Für Gewohnheitsliebende: Seien Sie doch mal spontan.“

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Provokation als pädagogisches Prinzip ist Plödsinn

Finde ich jedenfalls.

Aber jetzt will ich mich nicht weiter darüber ärgern, sondern meine Tasche fertig packen und dann …

… einfach mal woandershin fahren (vgl. Tipp 067).

Habt ein schönes Wochenende!

🙂

Schluss mit konstruktiv

Donnerstag hatte es in sich und wurde seinem Namen gerecht. Es begann mit unterschwelligen Spitzen (Rumgezicke). Ging damit weiter, dass ich urplötzlich in einer Weise angeblafft und meine fachliche Entscheidungskompetenz in Frage gestellt wurde (Rumgezicke deluxe nach einem bei dieser Kollegin bereits bekannten Muster; die Fachkompetenzfrage konnte mittlerweile zu meinen Gunsten bestättigt werden – was auch sonst…) die mich perplex und geladen zurückließ. Eine halbe Stunde später meinte dann auch noch der Logopäde mich wegen einem Schüler, der noch nicht einmal in meine Klasse geht und zusätzlich wegen oller Kamellen mit denen ich auch nichts zu tun habe, als Blitzableiter nutzen zu müssen (HB-Männchen können auch zickig sein). Meine Kräfte zum konstruktiv sein wurden arg in Anspruch genommen. Ich fühle mich wie nach einem kalten Gewitterregen.

Und huste weiter vor mich hin…

Am Freitag konnte ich aber auch schon wieder den ironischen Gedanken fassen: „Mann, muss ich toll sein, wenn sich an mir nur etwas zum kritisieren findet, wenn ich richtig gehandelt habe.“

Es sind immer die anderen

… niemals man selber, der für irgendwas verantwortlich ist, weil man selber ja selbstverständlich völlig unfehlbar ist und immer Recht hat. Denkt sich jedenfalls das rechthaberisch kritisierende HB-Frauchen in meiner Umgebung.

Ansonsten begann die Woche mit einer Suspendierung vom Unterricht, ging weiter mit einer Nacht deren Schlafphase um 1:45 Uhr endete, und hatte heute einen Unfall (Deospray ins Auge) und einen dringenden Diebstahlverdacht im Repertoire. Sowie das Übliche … erstaunlich, dass wir trotzdem zum Unterricht kommen.

Ich freue mich jedenfalls, wenn diese Woche vorbei ist und denke mir immer, wenn ich husten muss, dass es erholsamer gewesen wäre, sich noch eine Woche länger krank schreiben zu lassen… 😦

Aber ich bin ja pflichtbewußt und mag meine Schüler weiterhin und Kunst hat heute auch wiedereinmal Spaß gemacht.

Fußnote: Als Feierabendausgleich habe ich eine kleine spontane Radtour gemacht. Und was muss ich dabei sehen? Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat jemand einen Krampfanfall, was die Radtour unterbricht, bis der Rettungsdienst da ist. Jetzt beginnt der unaufgeregte Teil der Feierabendgestaltung (Unterrichtsvorbereitung, du musst bis morgen warten), denn es ist ein neues Hector-Buch erschienen.

Wie war das nochmal mit kreativen Überschriften

Mir fällt jedenfalls grade keine ein…

Bzgl. Tipp 066: zur Zeit sind die Hochseilgärten in meiner Wohnumgebung saisonbedingt geschlossen. Aber ich war bereits in drei Hochseilgärten und finde sie super. Besonders die von Baum zu Baum. Und mit meinen Schülern während einer Klassenfahrt zu klettern ist auch schon so etwas wie eine „Tradition“ geworden. Macht sehr viel Spaß und ist auf jeden Fall empfehlenswert. Ich werde also wiedermal klettern, wenn Saison ist.

Der Tipp 067 lautet: „Geben Sie dem Zufall eine Chance und brechen Sie zu einem ungeplanten Kurztrip auf.“

Die Nebenwirkungen von Novemberwetter

Was kann man tun, wenn man die ganze Woche über vor sich hinröchelt und schnüffelt?

  • Diverse Hausmittel und Erkältungsmedizin zur Anwendung bringen, inklusive den ersten selbsterhitzten Punsch der Saison 😉
  • Hörbücher hören und parallel dazu den Kunstunterricht vorbereiten: in diesem Fall einer dieser Bastelkalender (als Weihnachtsgeschenk), wobei jeder Monat einem anderen Künstler gewidmet ist. Bisher: Warhol, Pollock, Birdman, Magritte, Seurat, Goldsworthy, Marc, Kandinsky; derzeit: Matisse; demnächst: Klee, Haring, Hundertwasser. Kunstunterrichtsvorbereitung macht mir momentan besonders viel Freude!
  • Wäscheberge bügeln und dabei DVD gucken: in diesem Fall bin ich total begeistert von „Side Effects-Tödliche Nebenwirkungen“, ein Film Noir im besten und bösesten Sinne
  • warme Socken anziehen und die Decke bis zur Nasenspitze hochziehen